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Zahnersatz

Zahnersatz sind Prothesen für Zähne, Zahnkronen, Zahn- und auch Kieferanteile zur Wiederherstellung der Kaufunktion, der Phonetik und des kosmetischen Ausdrucks. Man unterscheidet nach dem Umfang des zu ersetzenden Zahnhartgewebes und anderer Gewebe in Füllungen (Inlays, Onlays, Pinlays), Kronenersatz (Teil-, Voll- und Stiftkronen), Brücken (Ersatz von Zähnen und Zahngruppen), partieller (Ersatz von Zahngruppen) und totaler Zahnersatz (bei Verlust aller Zähne); eine andere Unterteilung erfolgt nach der Art der Befestigung im Mund in (unbedingt) festsitzendem, bedingt abnehmbarem, herausnehmbarem und kombiniertem Zahnersatz.

Zahnreplantation

Zahnreplantation (Zahnreimplantation); bezeichnet die Wiedereinpflanzung eines oder mehrerer Zähne, die durch ein Trauma aus ihrem Verband gelöst wurden. Da die Pulpa infolge fehlenden Kreislaufanschlusses abstirbt, muss das Pulpagewebe entfernt und der Wurzelkanal abgeschlossen werden. Danach kann der reimplantierte Zahn bei intaktem Periodontium über Jahre funktionstüchtig bleiben.

Zahnfleischtasche

Zahnfleischtasche: (Zahntasche); ist ein Spaltraum zwischen Zahn und Zahnfleisch, der durch Ablösung des Zahnfleischs vom Zahn, mit Einwachsen des inneren Zahnfleischsaumepithels bei entzündlicher Parodontopathie, entsteht. Man unterscheidet entsprechend der Ausdehnung: die supraalveoläre Z., deren Taschenboden koronal vom knöchernen Alveolarrand liegt, die intraalveoläre Z., deren Taschenboden apikal vom knöchernen Alveolarrand liegt und die Pseudotaschen oder gingivale Taschen, die durch entzündliche Schwellungen, ohne eine apikale Verlagerung des Saumepithels, entstanden sind.

Zahnverschiebung

Zahnverschiebung ist die Bewegung eines Zahnes oder einer Zahngruppe durch kieferorthopädische Apparate, als Kippbewegung (Drehachse liegt innerhalb der Zahnwurzel) oder als Parallelbewegung oder körperliche Bewegung (Achse der Bewegung liegt außerhalb des Zahnes).

Zahnwanderung

Zahnwanderung ist die spontane, kontinuierliche Änderung der Zahnstellung, im Anschluss an die Extraktion benachbarter Zähne in die Zahnlücke. Die Zahnwanderung antagonierender Zähne in eine Zahnlücke des Gegenkiefers wird als Zahnverlängerung (Elongation) bezeichnet. Physiologische Zahnstellungsänderungen einzelner Zähne im Alveolarfortsatz, die hauptsächlich in zwei Richtungen auftreten: nach mesial als physiologische Mesialwanderung und nach okklusal während der Zahndurchbruchsphasen oder durch Abrasion veränderter okklusaler Kontaktrelationen. Bei der physiologischen Z. rücken die Zähne durch den Zug der marginalen Fasersysteme nach mesial (physiologische Mesialwanderung) und gleichen so den durch die Abrasion der Approximalkontakte entstehenden Zwischenraum aus. Die Kraft für das okklusale Höhenwachstum ist eine Kombination aus dem Faserzug des Desmodontiums und der Hubkraft des Hydrostatischen Gefäßdrucks im Periodontalspalt, der den Zahn schon im Normalfall aus der Alveole hebt. Die histologischen Mechanismen der Zahnwanderung werden zur Korrektur der Zahnstellung in der Kieferorthopädie genutzt.

Zweizeiliges Implantat

Als zweizeitige Implantate (zweiphasige Implantation); bezeichnet man die auf den zeitlichen Ablauf der operativen Implantation bezogenen Konstruktionsformen. Die zweizeitige Implantation sieht eine belastungsfreie Einheilungsphase vor, bis die Suprakonstruktion aufgesetzt wird; siehe Implantationsablauf.

Artikel vom 15. Sep. '05 Seite empfehlenSeite drucken
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