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Farbbestimmung von Zähnen

Die Farbbestimmung von Zähnen erfolgt mit einem Zahnfarbringmuster, der das Farbverhalten der natürlichen Zähne exakt imitieren muss, damit ein annähernd objektiver Farbvergleich möglich wird; der künstliche Zahn muss das gleiche Remissions-, Reflexions- und Absorptionsverhalten zeigen. Dazu muss der künstliche Zahn gleiche Schichtstärken mit unterschiedlichen Farben enthalten, so dass der Lichtstrahl genauso wie beim natürlichen Zahn gebrochen, gestreut und reflektiert wird. Wer die Farbbestimmung vornimmt, darf nicht farbenblind sein; zur F. müssen die Beleuchtungsverhältnisse optimal sein; weißes 
Tageslicht bei mittlerer Beleuchtungsstärke; es müssen die gleichen Lichtverhältnisse beim 
Farbvergleich am Patienten und am Arbeitsplatz des Zahntechnikers vorhanden sein und derselbe Zahnfarbring beim Farbvergleich am Patienten und am Arbeitsplatz des Zahntechnikers benutzt werden. Wichtig ist beim Farbvergleich ein neutraler Hintergrund und eine farbneutrale Umgebung und der natürliche Zahn ist dazu von einer dicken Speichelschicht zu befreien.

Freiendbrücken

Freiendbrücken (Extensions-, Anhänge-, Flügelbrücke); sind Brückenkonstruktionen, bei denen das Brückenglied* einseitig von einem Brückenanker getragen wird und zur anderen Seite ohne Endpfeiler frei endet. Bei F. kommt es zu Hebelwirkung, Kippung und Fehlbelastung der Pfeilerzähne. Bogenförmige Brückenkörper wirken wie F. und es kommt ebenfalls zu Hebelwirkungen, Kippungen und Fehlbelastungen der Pfeilerzähne; je weiter der Bogenverlauf, um so stärker die Quasi-Freiendbelastung. Gefordert wird daher ein geradliniger Brückenkörperverlauf, ansonsten müssen mehrere zusätzliche Pfeilerzähne die Belastung aufnehmen.

Freiendprothesen

Freiendprothesen bezeichnet Konstruktionsformen von Zahnersatz, bei denen Zähne an verkürzten Zahnreihen ersetzt werden; man unterscheidet einseitige und beidseitige oder bogenförmige F., die zum quasi-totalen Zahnersatz werden, wenn einseitig einige endständige Molaren oder nur kleine Frontzahngruppen vorhanden sind. Kombination aus Freiend- und Schaltprothesen ergeben sich bei verkürzten Zahnreihen, die noch von Schaltlücken unterbrochen sind. F. erzwingen gemischte Lagerung auf Restgebiss und Schleimhaut, wenn sie mit Auflageklammern*, regulären Gelenken oder federnden Verbindungsteilen abgestützt sind, sie sind dann statisch unbestimmt mit einer gelenkigen Kopplung*; die Freiendsättel werden in die Schleimhaut gepresst, während die okklusale Auflage auf dem Zahn sich nicht verlagert und zum Drehpunkt der Prothese wird.

Artikel vom 15. Sep. '05 Seite empfehlenSeite drucken
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