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Dysokklusion

Dysokklusion: (gr.); ist die fehlerhafte Schlussbissstellung, die durch unphysiologische Belastung einzelner Zähne oder Zahngruppen zu pathologischen Veränderungen an Parodontien, Kieferkämmen und Kiefergelenken führt. Als Ursachen gelten zu hohe Kronen, Gussfüllungen, Frühkontakte durch Elongation.

Doppelkronen

Doppelkronen sind geteilte teleskopierende Kronen, die als Verbindungselemente in der
Teilprothetik dienen. Sie bestehen aus einer Primärkrone, die auf dem Zahnstumpf fixiert wird und einer Sekundärkrone, die im abnehmbaren Teil der Prothese verankert ist. Zwischen Primär- und Sekundärteil entstehen Gleit- und Haftreibungswiderstände sowie Klemmwirkungen, die die Haltefunktion bestimmen. Bei parallelwandigen D. kann ein Resilienzspielraum eingebracht sein und es können zusätzliche aktivierbare oder verriegelbare Rückhaltungen eingearbeitet werden. Als Konstruktionsformen lassen sich Teleskopkronen, offene Ringteleskope, Rillen-Schulter-Stiftkronen und Konuskronen unterscheiden.

Doppelmischabdruck: siehe Doppelmischabformung.

Doppelmischabformung (Doppelmischabdruck; Zweiphasenabformung; Sandwich-Abdruck); ist eine einphasige Abformtechnik zur Abformung präparierter Zahnstümpfe, bei der beide Materialien gleichzeitig angemischt, um die Kronenränder gespritzt und mit dem zähflüssigen Abformmaterial darüber abgeformt werden; die elastoplastischen Spannungen zwischen beiden Werkstoffen werden ausgeschlossen.

Dentallegierungen:

Dentallegierungen (DIN 13 906); sind spezielle Edelmetallsysteme (und Nichtedelmetalle), die folgende physikalisch-chemische Eigenschaften aufweisen: homogenes, feinkörniges Gefüge, hinreichende Korrosionsbeständigkeit (biokompatibel), lötbar, schweißbar, kaltverformbar, wärmebehandlungsfähig, aushärtbar, reproduzierbare hohe Festigkeitswerte, definierte Farbwerte, angepassten Ausdehnungskoeffizient für Aufbrennkeramik; absolut unschädlich für die Gesundheit; material- und energiesparend verarbeitbar; einfache Schmelz- und Gießtechniken; gutes Formfüllvermögen; ökonomische Verarbeitbarkeit, preisgünstig; recyclingfähig. Die DIN-Norm 13 906 gibt vier Gruppen mit unterschiedlicher Zusammen-setzung und unterschiedlichen Härten und Festigkeiten an. Die Typenbezeichnung I-IV variiert von weich (I), mittel (II) über hart (III) nach extra hart (IV). Den Typen sind Anwendungsbereiche zugeordnet. Als Legierungsmetalle werden Gold, Silber, Quecksilber, Kupfer, Zinn, Zink, Chrom, Nickel, Platin und Palladium u.v.a. genommen. Wichtige Kriterien für die Verwendbarkeit und Güte von D. sind gute Verformbarkeit während der Bearbeitung, geringe Expansion während des Härtungsprozesses sowie große Härte und Korrosionsfestigkeit.

Deokklusionsschienen

Deokklusionsschienen (Entzahnungsschienen); sind Aufbissschienen mit fast planer Oberfläche für unbehinderte Entlastungsbewegungen, um im Lückengebiss entstandene Fehlverzahnungen zu entschlüsseln und eine vorläufige Schlussbissposition für folgenden Zahnersatz zu erzeugen.

Artikel vom 15. Sep. '05 Seite empfehlenSeite drucken
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